ECE GRUPPE BAU
Asbestsanierung

Asbestsanierung BerlinNach TRGS 519 — im Gebäude und an der Außenhülle, mit Freimessung und Entsorgungsnachweis

Fachbetrieb für Asbestsanierung in Berlin und Umland. Sachkunde gültig bis 04/2027, über 125.000 m² zurückgebaut — als Nachunternehmer für Dachdecker, GU und öffentliche Auftraggeber.

Vor Arbeitsbeginn
Behördliche Anzeige & Arbeitsplan
Während des Abtrags
Abschottung & Unterdruckhaltung
Nach dem Abtrag
Freimessung durch Messinstitut
Nach Abschluss
Entsorgungsnachweis je Charge
Ausgangslage

Asbestverdacht
stoppt den Bau.

Sobald asbesthaltiges Material im Spiel ist, darf ohne behördliche Anzeige und ohne Sachkunde nach TRGS 519 nicht weitergearbeitet werden. Genau hier übernehmen wir — als Fachbetrieb für die Asbestsanierung in Berlin, innen wie außen.

Wir arbeiten überwiegend als Nachunternehmer für Dachdeckerbetriebe und Generalunternehmer: Der Auftraggeber behält sein Projekt, wir übernehmen den schadstoffbelasteten Teil — mit Anzeige, Abschottung, Abtrag, Freimessung und Entsorgungsnachweis aus einer Hand.

Einsatzbereiche

Wo Asbest verbaut wurde

In Berliner Bestandsgebäuden bis Baujahr 1993 ist asbesthaltiges Material eher die Regel als die Ausnahme — im Gebäude und an der Außenhülle.

Innensanierung

Im Gebäude

  • Floor-Flex-Platten & Bodenbeläge
  • Kleber- und Spachtelreste
  • Rohr- und Kesselisolierungen
  • Brandschutz- & Revisionsklappen
  • Asbesthaltige Putze & Spachtelmassen
  • Nachtspeicheröfen
Außensanierung

An der Hülle

  • Bitumen-Dachbahnen & Voranstriche
  • Faserzement-Wellplatten
  • Fassadenplatten & Verkleidungen
  • Fensterbänke & Balkonelemente
  • Lüftungs- und Abgasrohre
  • Garagen- und Nebendächer
Ablauf

Von der Anfrage bis zur Freigabe

01

Aufmaß & Probenahme

Begehung vor Ort, Massenermittlung, bei Bedarf Analyse über ein Partnerlabor.

02

Anzeige & Arbeitsplan

Behördliche Anzeige mindestens 7 Kalendertage vor Beginn, Arbeits- und Sicherheitsplan.

03

Schwarzbereich

Abschottung, Unterdruckhaltung, Personen- und Materialschleuse nach TRGS 519.

04

Abtrag

Abtrag im abgeschotteten Bereich, staubdichte Verpackung in Big Bags.

05

Freimessung

Reinigung und Freimessung durch ein unabhängiges Messinstitut.

06

Entsorgung

Chargenweise Entsorgung in zugelassenen Anlagen, Übergabe aller Nachweise.

Kosten

Was eine Asbestsanierung kostet

Einen seriösen Quadratmeterpreis gibt es bei diesem Gewerk nicht pauschal — dafür bestimmen drei Faktoren den Aufwand zu stark:

1. Menge und Aufbau des Materials. Ein einlagiges Wellplattendach ist etwas anderes als ein fünf- bis sechslagiger Bitumenaufbau, bei dem auch der Voranstrich auf der Schalung asbesthaltig ist.
2. Zugänglichkeit. Gerüst, Bauaufzug, Kranstellung und die Frage, ob das Gebäude bewohnt bleibt.
3. Entsorgungsmenge. Asbesthaltiger Abfall wird chargenweise in zugelassenen Anlagen entsorgt — die Menge geht direkt in den Preis ein.

Deshalb: kostenloses Aufmaß vor Ort, verbindliches Angebot danach. Für Nachunternehmer-Aufträge rechnen wir auf Wunsch nach § 13b UStG ab.

Referenz

Zuletzt: Asbestdach mit 1.500 m²

Metastraße, Berlin

TRGS 519

Komplettes Flachdach, fünf- bis sechslagig asbesthaltig aufgebaut. Nach dem Abtrag sämtlicher Lagen haben wir auch die darunterliegende Holzschalung fachgerecht zurückgebaut und über den Bauaufzug abtransportiert — das Gebäude blieb während der gesamten Maßnahme bewohnt.

  • Abtrag aller Bitumenlagen
  • Rückbau der Holzschalung
  • Staubdichte Verpackung in Big Bags
  • Chargenweise Entsorgung mit Nachweis
Fläche
1.500 m²
Aufbau
5–6 Lagen
Besonderheit
Gebäude bewohnt
Gesamt saniert
über 125.000 m²
Mitarbeiter im Schutzanzug saugt die freigelegte Holzschalung ab, daneben Industriesauger und Big Bags
Nach dem Abtrag aller Lagen: Die freigelegte Holzschalung wird abgesaugt — dieser Zustand geht in die Freimessung.
Erkennen

Woran Sie asbestverdächtige Bauteile erkennen

In Deutschland ist Asbest seit 1993 verboten. Alles, was davor gebaut oder saniert wurde, gilt als verdächtig — und das betrifft in Berlin einen großen Teil des Altbaubestands und praktisch die gesamte Nachkriegsbebauung.

Hinweise

Typische Anzeichen

  • Baujahr oder letzte Sanierung vor 1993
  • Graue, spröde Faserzementplatten an Dach oder Fassade
  • Mehrlagige Bitumenabdichtungen auf Flachdächern
  • Quadratische Bodenplatten (25×25 oder 30×30 cm) mit schwarzem Kleber
  • Weiße bis graue Rohrisolierungen mit Gewebeumwicklung
  • Leichte, plattige Verkleidungen an Brandschutzklappen
Wichtig

Optik ist kein Beweis

Keines dieser Merkmale ist ein Nachweis — und ihr Fehlen ist keine Entwarnung. Asbest ist mit bloßem Auge nicht sicher zu bestimmen. Belegen lässt sich das nur über eine Materialprobe mit Laboranalyse.

Was Sie auf keinen Fall tun sollten: verdächtiges Material anbohren, abschleifen, brechen oder mit dem Hochdruckreiniger bearbeiten. Genau dabei werden Fasern frei, die im gebundenen Zustand niemandem geschadet hätten.

Wenn kein Gutachten vorliegt, organisieren wir die Probenahme und die Analyse über ein Partnerlabor — das Ergebnis liegt in der Regel innerhalb weniger Werktage vor.

Entsorgung

Die Nachweiskette bis zur Deponie

Asbesthaltiger Abfall ist gefährlicher Abfall. Er wird nicht einfach abgefahren, sondern über eine dokumentierte Kette entsorgt — und genau diese Dokumentation ist es, die Sie als Auftraggeber später gegenüber Behörde und Versicherung absichert.

01

Staubdicht verpackt

Verpackung direkt im Arbeitsbereich in reißfeste Big Bags — nicht erst außerhalb der Abschottung.

02

Getrennt gelagert

Zwischenlagerung getrennt vom übrigen Bauschutt, gekennzeichnet und gegen Zugriff gesichert.

03

Eigener Abfallschlüssel

Deklaration als gefährlicher Abfall (AVV 17 06 05*) — keine Vermischung mit Bauschutt.

04

Begleitschein

Nachweisführung über das elektronische Verfahren, mit Beteiligung von Erzeuger, Beförderer und Entsorger.

05

Zugelassene Anlage

Ablagerung ausschließlich in dafür zugelassenen Deponieabschnitten.

06

Unterlagen an Sie

Übergabe aller Nachweise nach Abschluss — zusammen mit dem Freimessprotokoll.

Häufige Fragen

Fragen zu diesem Gewerk

Die behördliche Anzeige braucht mindestens sieben Kalendertage Vorlauf. Mit Aufmaß und Angebot sind es realistisch drei bis vier Wochen von der Anfrage bis zum Abtragbeginn. Die Ausführung selbst hängt von Fläche und Aufbau ab — ein 1.500-m²-Dach mit sechs Lagen braucht mehrere Wochen, ein Kellerboden oft nur Tage.

Für Anzeige und Kalkulation muss feststehen, was verbaut ist. Liegt kein Gutachten vor, organisieren wir die Probenahme und die Laboranalyse über ein Partnerlabor — das dauert in der Regel wenige Werktage.

Bei Dach- und Außenarbeiten in aller Regel ja. Der Arbeitsbereich wird abgeschottet und unter Unterdruck gehalten, der Zugang läuft über Schleusen. Bei Innensanierungen klären wir den nötigen Umfang bei der Begehung.

Pauschale Quadratmeterpreise aus dem Internet führen bei diesem Gewerk regelmäßig in die Irre, weil Lagenaufbau, Zugänglichkeit und Entsorgungsmenge den Aufwand bestimmen. Ein belastbarer Preis entsteht nach dem kostenlosen Aufmaß vor Ort — als Nachunternehmer rechnen wir auf Wunsch nach § 13b UStG ab.

Gewerblich ausgeführte Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten an asbesthaltigen Bauteilen sind an die Sachkunde nach TRGS 519 gebunden — ohne diesen Nachweis darf kein Betrieb solche Arbeiten übernehmen. Auch als Privatperson raten wir dringend ab: Die Fasern sind unsichtbar, bleiben lange in der Luft und die gesundheitlichen Folgen zeigen sich erst nach Jahrzehnten. Dazu kommt, dass das Material über eine dokumentierte Nachweiskette entsorgt werden muss.

Die Freimessung führt ein unabhängiges Messinstitut durch, nicht der ausführende Betrieb — das ist der Sinn der Sache. Nach Abtrag und Feinreinigung wird die Faserkonzentration in der Luft des abgeschotteten Bereichs gemessen. Erst wenn das Ergebnis vorliegt, wird der Bereich freigegeben und die Abschottung zurückgebaut. Sie erhalten das Protokoll für Ihre Unterlagen.

Die Aufsichtsbehörde kann die Arbeiten stoppen, es drohen Bußgelder, und im Schadensfall wird die Haftungsfrage für den Bauherrn unangenehm. Deutlich häufiger als die Behörde ist allerdings der praktische Ärger: Ohne Freimessprotokoll und Entsorgungsnachweise fehlen Ihnen später die Unterlagen, die bei Verkauf, Vermietung oder Versicherungsfragen verlangt werden.

Nach dem Aufmaß erhalten Sie ein verbindliches Angebot mit klar abgegrenztem Leistungsumfang. Ändert sich während der Ausführung etwas — etwa weil unter der abgetragenen Lage eine weitere zum Vorschein kommt — zeigen wir das als Nachtrag nach § 2 VOB/B an, bevor die Leistung ausgeführt wird. Keine Überraschungen in der Schlussrechnung.

Objekt schildern, Rückmeldung innerhalb 24 h

Kostenloses Aufmaß vor Ort in Berlin und Umland. Wenn ein Schadstoffgutachten vorliegt, gerne mitschicken.

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